Levicosee - Reiseführer - Lago di Levico

1673 nannte Michelangelo Mariani in seiner Geschichte des Konzils von Trient erstmals die therapeutischen Eigenschaften von eisen- und arsenhaltigem Mineralwasser. Im Jahr 1700 erschienen fundierte wissenschaftliche Veröffentlichungen und 1860 wurde in Levico eine Badegesellschaft für Kuren gegründet. Die ersten sporadischen Einrichtungen entstanden anschließend direkt an der Quelle in Vetriolo, einem kleinen Weiler oberhalb von Levico.

Auch der Bau weiterer Thermalbäder wurde vorangetrieben. Ein hölzernes Aquädukt leitete das Heilwasser von Vetriolo hinunter nach Levico und versorgte das dortige neue Kurhaus mit dem begehrten Nass. Zwischenzeitlich wurde das Gebiet 1778 an Österreich abgetreten, und am 29. Mai 1779 nahm Kaiserin Maria Theresia Levico in Besitz. Ende des 19. Jahrhunderts erhielt Levico Stadtrecht, und die Eisenbahnlinie Valsugana wurde eröffnet. Unter dem Berliner Julius Pollacsek entwickelte sich die Stadt zu einem bedeutenden Thermalbad-Standort. Pollacsek, der jahrelang Kurdirektor auf Sylt gewesen war, gründete die Gesellschaft der Levico-Vetriolo-Heilquellen und ließ in Rekordzeit das luxuriöse Grand Hotel Imperial errichten.

ISBN 978-3-943663-35-8
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Erscheinungsjahr 2023

Inhaltsverzeichnis

007 Valsugana
010 Die Geschichte des Tals
011 Landeskunde: Das Trentino
014 Vom Etschtal ins Valsugana (Anreise)

019 Pergine Valsugana
025 San Cristoforo al Lago
028 Ischia, Tenna
032 Valcanover

034 Der Lago di Caldonazzo, Caldonazzosee
036 Calceranica al Lago
043 Caldonazzo

046 Levico Terme
051 Der Lago di Levico, Levicosee

058 Roncegno Terme
062 Borgo Valsugana

077 Telve und Telve di Sopra
078 Pieve, Cinte und Castello Tesino
080 Abstecher zum Lago di Corlo (Cover)

091 Valstagna und Carpanè
098 Bassano del Grappa

Mehr Informationen zum Levicosee

Zur feierlichen Einweihung im Jahr 1900 kamen neben Erzbischof Eugen von Habsburg auch Ehrengäste aus ganz Europa. Das Hotel beförderte zusammen mit dem alten Kurhaus den Ruf von Levico Terme, und die Stadt wuchs und wuchs. Immer mehr Betriebe wurden gebaut, die heilende und lindernde Wasseranwendungen anboten und so Gäste in die Stadt brachten.

Im Zweiten Weltkrieg wurden die alten Kuranlagen in Levico beschädigt, Hotel und Park blieben jedoch weitgehend verschont. In seiner heutigen Pracht, ausgestattet mit modernem 4-Sterne-Komfort, knüpft es an seine glorreiche Vergangenheit an. Nach kurzer Schließung feierte das Grand Hotel Imperial im März 2016 seine Neueröffnung. Das offizielle Kurhaus wurde neu gebaut und befindet sich heute in der Via Vittorio Emanuele, 10.

Die Terme di Levico e Vetriolo versteht sich allerdings nicht als Thermal-Freizeitbad, sondern bietet ausschließlich Heilanwendungen wie Spülungen, Packungen, Inhalationen oder Bäder an. Infos unter www.termedilevico.it und www.hotel-imperial-levico.com. Wer Thermalwasser sucht, wird auch im Hotel du Lac unten am See fündig. www.dulachotel.com.

Glücklicherweise blieb die historische Bausubstanz von Levico von den Kriegsschäden weitgehend verschont, sodass noch heute viele alte Gebäude bewundert werden können. Vor allem die Kirchen und die alten Ortsgassen sind beliebte Fotomotive.

Mehr Infos unter www.levicosee-info.de