
Der Comer See, auch Lario genannt, gehört zu den schönsten Seen Europas. Vor allem die Symbiose aus alpiner Landschaft, mediterraner Pflanzenwelt und den sich hoch die Berge hinaufziehenden Siedlungen ist es, die den Lago di Como so unverwechselbar macht.
Im Frühling gibt er sich kontrastreich: Während auf den Bergen Schneefelder schimmern, entzündet sich unten an den sonnenverwöhnten Ufern ein Feuerwerk aus Farben. Kamelien und Azaleen blühen in den Vorgärten der alten Villen um die Wette. Ausstellungen zu Ehren dieser farbenfrohen Pflanzen locken übrigens schon im Februar die ersten Besucher an den See. Gerade diese herrschaftlichen Villen üben auf viele die größte Anziehungskraft rings um den Lago di Como aus. Von klein und verwunschen bis elegant und bombastisch präsentieren sie sich als bauliche Augenweide. Viele brillieren dazu mit opulenten Parkanlagen voller Pflanzen aus aller Herren Länder.
ISBN 978-3-943663-33-4
Leseprobe (PDF)
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Erscheinungsjahr 2022
Inhaltsverzeichnis
008 Geschichte des Lago di Como
011 Der Comer See liegt in der Lombardei.
013 Anreise an den Comer See
015 Hotels sind für viele die erste Wahl!
016 Die besten B&Bs am Comer See
017 Campingplätze sind die Stärke der Region.
018 Immer gut informiert!
020 Baden am Comer See
023 Was ist typisch für den Comer See?
026 Der Alto LagoNord
094 Die SeemitteCentro Lago
058 Mussolinis Ende am Comer See
122 Die Isola Comacina
114 Die Navigazione Laghi
122 Die Misultin
149 Der Concorso d’Eleganza
159 Der Aero Club Como
166 Der Comer See und die Seide
193 Moto Guzzi in Mandello
139 Südlicher Seearm-West
181 Südlicher Seearm-Ost
200 Mit dem Bike unterwegs
201 Bergwandern und Klettern
Mehr Informationen zum Comer See
Die Bergwelt hingegen verbirgt eine seltene Flora, die hier heimisch geworden ist und wie die Reisenden das milde Klima des südlichen Voralpenraums schätzt. Zweigeteilt zeigt sich das Landschaftsbild: Im Süden reichen die Berge bis ans Ufer, was der Bebauung natürliche Grenzen setzt. Schon allein die Uferstraße in den Fels zu schlagen, hat den Einheimischen hier im letzten Jahrhundert größte Anstrengungen abverlangt. Der Norden hingegen bietet durch seine weitläufigen Flächen mehr Entfaltungsmöglichkeiten; Landwirtschaft und Fischerei dominierten hier lange das Bild, bevor der Tourismus einzog.
Ganz im Süden des Comer Sees, an seinen Füßen, locken die Städte Como und Lecco: Shoppingtouren, Kulturevents und Sehenswürdigkeiten wie der Dom in Como führen die Beliebtheitsskala an. Wer sich für Kultur und Traditionen der alten Seidenstädte interessiert, findet hier auch ein großzügiges Museumsangebot. Weiter nördlich liegen an der Ostseite Mandello del Lario, die Geburtsstadt der berühmten Motorradmarke Moto Guzzi, an der Westseite der Kulturort Cernobbio und direkt daneben Laglio, die Wahlheimat des Hollywoodstars George Clooney.
Das mondäne Zentrum bilden in mittlerer Höhe des Sees die Orte Bellagio, Tremezzo und Cadenabbia, wo Konrad Adenauer regelmäßig Urlaub machte. Varenna am gegenüberliegenden Ufer gilt allgemein als der romantischste Ort der Gegend und damit als Lieblingsziel Verliebter und Heiratswilliger. Viele Anbieter haben sich dieses Image zu Nutze gemacht und haben durchorganisierte Trauungen und Hochzeitsfeiern im Programm. Sehenswert in Varenna ist die Burg Vezio oberhalb des Ortes.
Je weiter Sie in Richtung Norden vorstoßen, umso weitläufiger gibt sich die Landschaft. Campingplätze finden hier den nötigen Raum, ebenso Anlagen für Wassersport. Großzügige Liegewiesen, Schwimm- und Badestellen bieten ideale Bedingungen für den Familienurlaub. Obgleich der See heute für den Autoverkehr ausreichend erschlossen ist, überrascht manch alter Ortskern noch mit engen, teilweise einspurigen Straßen. Zunehmend entstehen aber Umgehungsstraßen zur Entlastung der Anwohner und Urlauber, was die Fahrt von Norden nach Süden spürbar erleichtert.
An der Ostseite des Comer Sees führt zudem eine vierspurig ausgebaute Verbindungsstraße von Colico nach Lecco – die einfache Fahrt ist damit in nur 20 bis 25 Minuten zu schaffen. Nachteil: Die Strecke führt fast vollständig durch Tunnel, die Umgebung entzieht sich dem Blick. Zögern Sie deshalb nicht, auf die Schnellstraße auch einmal zu verzichten – so können Sie die Vielzahl romantisch gelegener Ortschaften an den Ufern genießen. Eine Eisenbahn, die sich von Lecco bis Colico schlängelt, erschließt zusätzlich Süden und Norden. Günstige Preise und meist verlässliche Fahrzeiten ermöglichen so auch unmotorisierten Besuchern die Erkundung des Sees, nicht zuletzt, weil auch das öffentliche Busnetz gut und verlässlich ist.
Mehr Informationen unter www.comersee-info.de